| Lateinamerikanische Tänze zeigen Charakter | |||
| Ende
des 19. Jahrhunderts begann die Verschmelzung afrikanischer und spanischer
Tanzelemente, die sich erst in den 50er Jahren in Europa durchsetzen konnte.
Zur afro-amerikanischen Musikmischung werden Hüft- und Beckenbewegungen
stark betont. Ausdrucksstarke Figuren, freier gestaltet als in den Standardtänzen,
vermitteln Erotik und zärtliches Miteinander, Flirt und kokette Fröhlichkeit. Der
ChaChaCha Gilt als künstliche
Abart von Rumba und Mambo Die Tänzer
spielen miteinander, zeigen in variationsreichen Figuren Ausgelassenheit
und Übermut, Koketterie, Flirt und Erotik. Die
Rumba Im 3. Reich
als artfremd diffamiert und verboten Früher
war die Rumba beschrieben als Werbetanz, in dem die Frau mit auffälligen
Hüftbewegungen versucht, den Mann zu verführen. Im tänzerischen
Dialog der Geschlechter zeigt der Mann Zuneigung und Selbstherrlichkeit,
die Frau Hingabe und Abwendung ein Spiel mit dem Feuer. Die
(der) Samba Weltbekannt
durch den brasilianischen Karneval In wellenförmigen
Bewegungen federn die Tänzer rhythmisch durch den Raum, vermitteln
unbekümmerte Fröhlichkeit und explodierende Lebensfreude. Nur
manchmal ist noch etwas von der Melancholie und romantischen Sehnsucht
der Sklaven zu spüren. Der
Paso Doble Bestimmt durch
das Stierkampfmotiv Disziplin,
Würde, Feuer und Beherrschtheit werden im Tanz um einen imaginären
Stier ausgedrückt .Der Herr als Torero zeigt hochmütigen Stolz,
kühne Entschlossenheit und Eleganz, die Dame als Capa selbstbewusste
Distanz und große Wendigkeit. Der
Jive Ein Produkt
englischer Tanzlehrer Sie machten den aus afrikanischen Bewegungselementen entstandenen Jitterbug gesellschafts-fähig. Die Tänzer wirken leicht, wie Pingpong-Bälle, springlebendig und unbeschwert, temperamentvoll und witzig. Sie betonen mit ihren Schritten die musikalischen Akzente.
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